Zicke, Schwiegermutter-Sitz und ein strahlender Nachwuchsschrauber
Es gibt Treffen, die sind mehr als nur eine Ansammlung schöner Fahrzeuge. Das Oldtimertreffen im Wohn- und Pflegezentrum Moers ist so eines. Hier stehen die Autos nicht irgendwo auf einer Wiese – sie kommen zu den Menschen. Und die Menschen hier freuen sich schon das ganze Jahr darauf!

Neben vielen anderen war auch Fred von „Fred’s Old Banger Garage“ mit einigen Freunden und ihren beeindruckenden ‚Amerikanern‘ angereist. Die fröhliche Truppe ist vom allerersten Treffen an dabei. Jede Frage zu den herrlichen Autos wurde geduldig und ausführlich beantwortet. Und mit einer Begeisterung, die ansteckt!

Neben diesem riesigen Cadillac-Bestattungswagen mutierte der Lotus zum Zwerg. Sechs Meter lang – echt krass! Der stolze Besitzer ist übrigens auch im richtigen Leben mit solchen Autos (allerdings in modern) unterwegs. Allerdings ohne E.T. an Bord;-)


,,Und – findet es wieder statt?“ Diese Frage bekommt Katharina jedes Jahr aufs Neue gestellt.

Katharina ist Leiterin des Sozialen Dienstes im Wohn- und Pflegezentrum und organisiert das Treffen inzwischen seit vier Jahren. Die Bewohnerinnen und Bewohner lieben ihr Oldtimertreffen – für viele ist es die schönste Abwechslung überhaupt und der heimliche Höhepunkt des Sommers. Wer einmal gesehen hat, wie sich Gesichter aufhellen, wenn der erste Oldtimer auf den Hof rollt, versteht sofort, warum.
Eine Zicke, die keine ist:
Jan-Eric hatte sein Auto in den USA gekauft – ohne es je gesehen zu haben! Ein Ford T Deluxe, 95 Jahre alt, Spitzname: „Zicke“. Er erzählte, dass das gute Stück zu Anfang tatsächlich oft herumgezickt habe. Doch mit der Zeit wurde aus der bockigen, kapriziösen Amerikanerin eine treue Begleiterin. Ob große Fahrt, oder nur mal zum Wochenmarkt – seit sieben Jahren sind Jan-Eric und seine Frau nun schon mit ihrer geliebten „Zicke“ unterwegs.

Und sie teilen ihre Freude an dem wunderschönen Auto gern: Wer Lust hat, darf Platz nehmen – und sogar auf den legendären „Schwiegermutter-Sitz“ klettern. Allerdings erst nach detaillierter Erklärung der Einstiegshilfen – ein kleines Ritual, das dazu gehört.
Und dann war da Johannes. Noch Schüler, aber schon ein echter Oldtimer-Freak. Sein Traum: ein altes Auto zum Selberschrauben. Welches? Fast egal, befand er, nur Charakter müsse es haben!
Um den roten Lotus hatte er schon diverse Kreise gezogen und war schockverliebt. Das Angebot, sich einmal ans Lenkrad zu setzen, nahm er strahlend an. Zum Ende der Veranstaltung lud ich ihn zu einer kleinen Spritztour ein. Ganz ehrlich: Er saß schneller auf dem Beifahrersitz, als ich gucken konnte!

Auch für musikalische Unterhaltung war bestens gesorgt. Monika eroberte die Herzen mit ihrer erfrischend direkten, herzlichen Art im Sturm. Und das begeisterte Publikum sparte nicht mit Applaus.
Dieser kleine MX5 aus Plüsch war ein toller Hingucker. Solch ein Schlafaugen-Modell ist mein Alltagsklassiker – übrigens auch in racing-green!

Zu seinem Leidwesen konnte mein erfahrener Lotus-Sozius heute nicht persönlich dabei sein. Kurzerhand sorgte er für einen überaus talentierten Stellvertreter. Einer muss ja schließlich die Cookies verteilen!

Ein herzliches Dankeschön geht an Katharina und ihr gesamtes Team, die dieses besondere Treffen mit viel persönlichem Einsatz immer wieder möglich machen. Es war ein berührend schöner Nachmittag bei und mit euch!
,,Und – findet es wieder statt?“
Wir kommen wieder – versprochen!